Soziales Engagement des Stiftes

Das soziale Engagement des Stiftes Klosterneuburg hat eine mehr als 900 Jahre währende Tradition. Markgraf Leopold III., der das Stift 1114 begründete, wurde nicht zuletzt dafür heiliggesprochen, dass er für die Schwachen und Hilfsbedürftigen eintrat. Dem Stift hat er den Auftrag zum sozialen Handeln als eines seiner Vermächtnisse hinterlassen.

Im Jahr 2000 gab sich das Stift Klosterneuburg ein Sozialstatut: Mindestens 10% des Ertrages der Wirtschaftsbetriebe sollen für soziale Aufgaben aufgewandt werden. Damit wurde die uralte Tradition des sozialen Engagements institutionalisiert – denn seit seiner Gründung hilft das Stift Mitmenschen in Not.

Aus der Bulle zur Heiligsprechung Leopolds (Papst Innozenz VIII.)

Dieser Mann Gottes, in Reichtum erzogen, immer der Freiheit zur Sünde ausgesetzt, mit Ehesorgen und Regierungsgeschäften belastet, vergaß nie den Glauben und die Barmherzigkeit. Er war berühmt wegen seiner Einfachheit, Mäßigkeit und Freigebigkeit. Seine Aufrichtigkeit und seine Demut erwarben ihm die Achtung aller Christen. Er stärkte die Schwachen, stützte die Wankenden, richtete die Unterdrückten auf und half den Bedürftigen.

Soziales Engagement heute

Das Stift Klosterneuburg unterstützt die Arbeit die Concordia Sozialprojekte durch die Finanzierung von Bauprojekten und die Übernahme laufender Kosten von der Gebäudeerhaltung bis zur Versorgung der Kinder mit Nahrung, Kleidung und Unterrichtsmitteln. Der Beitrag des Stiftes und Spenden von Pfarren, Schulklassen, Firmen und Privatpersonen ermöglichen es, den Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung zu teil werden zu lassen, die ihnen Hoffnung für die Zukunft gibt.

Der zur Unterstützung der Concordia Sozialprojekte gegründete Verein „Ein Zuhause für Straßenkinder“ ist das größte Sozialprojekt des Stiftes, doch inzwischen gibt es auch Unterstützungen für Projekte in Indien, Peru, Honduras, Äthiopien, Südsudan und Afghanistan, wobei das Stift nie Organisationen, sondern immer ganz konkrete Projekte von Organisationen umzusetzen hilft: In Asien sind es ein Sozial- und Ausbildungszentrum mit Kinderheim in Bangalore in Indien und ein Kindergarten und Sozialzentrum in Kunduz in Afghanistan.

In Afrika wurden für »Licht für die Welt« drei Augenkliniken in Gondar, Wolayata und Soddo in Äthiopien und eine in Marpoudit im Südsudan mitfinanziert. In Südamerika unterstützte das Stift zwei Projekte der evangelischen Kindernothilfe: In Ica in Peru erhielten zehn Familien neue Häuser, nachdem ihre alten vom Erdbeben zerstört worden waren und sie monatelang unter Plastikplanen gehaust hatten. Und in der Stadt Tegucigalpa in Honduras ermöglicht die finanzielle Unterstützung des Stiftes die Einrichtung einer Rechtshilfe für Straßenkinder, damit diese nicht mehr der totalen Willkür ausgeliefert sind. Ende Juni 2008 wurde bekannt, dass Manuel Capellin, Direktor des honduranischen Kindernothilfe-Partners »Casa Alianza«, von der US-Regierung den Menschenrechts-Preis »Helden, die sich gegen moderne Sklaverei einsetzen« verliehen bekommt.

Auch in Österreich setzt das Stift immer wieder Hilfsmaßnahmen besonders für die Opfer der Hochwässer 2002, 2005, 2006, 2009 und zuletzt 2013.

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