Der Verduner Altar

Der Altar ist der kostbarste Kunstbesitz des Stiftes und eines der bedeutendsten Kunstwerke des Mittelalters.

Nach seinem Künstler Nikolaus von Verdun wird er gewöhnlich „Verduner Altar“ genannt, obwohl der Altar mit der französischen Stadt nichts zu tun hat und in Klosterneuburg entstanden ist. Heute befindet sich der Altar in der Leopoldskapelle und ist Höhepunkt der Themenführung „Die Sakrale Tour“.

Die Geschichte des Altars

Vollendet wurde das Werk im Jahre 1181 nach ungefähr zehnjähriger Arbeit. Ursprünglich bildete es den Schmuck der Kanzelbrüstung in der Stiftskirche. Nach einem Brand im Jahre 1330 wurde das Werk zum Flügelaltar umgebaut und erhielt seine heutige Form. Der Altar umfasst insgesamt 51 Emailtafeln, die in drei waagrechten Zonen angeordnet sind und den Epochen der Heilsgeschichte entsprechen.

Seine Bedeutung

In technischer Hinsicht ist das Werk eine unbestrittene Meisterleistung. Das wegen seines hohen Schmelzpunkts außerordentlich widerstandsfähige Email hat mehr als acht Jahrhunderte unversehrt überdauert und leuchtet in ungetrübtem Glanz. Noch viel höher ist die künstlerische Bedeutung des Altars anzusetzen. Er ist das erste Werk des Hochmittelalters, das bewusst auf den Stil der Antike zurückgreift und damit zu einer neuen Naturnähe kommt. Auf diese Weise wird Nikolaus von Verdun, dessen ältestes erhaltenes Werk dieser Altar ist, zu einem Wegbereiter der Gotik.

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