Die Schatzkammer des Stiftes

Lange war die Schatzkammer aus räumlichen Gründen für Besucherinnen und Besucher nicht zugänglich – seit dem Frühjahr 2011 ist sie in die Ebene der Sala terrena verlegt und nach neuesten sicherheitstechnischen und konservatorischen Gesichtspunkten ausgestattet und allgemein zugänglich.

Tatsächlich sind die in der Schatzkammer ausgestellten Gegenstände Attraktionen erster Güte: Der Bogen reicht dabei historisch von den Gründungsjahren des Stiftes bis in das beginnende 20. Jahrhundert, vom sagenumwobenen – aber wissenschaftlich überprüften – echten Schleier der Agnes und einer Kassette aus Elfenbein, die als „Schreibzeug des Heiligen Leopold“ bezeichnet wird, bis zum Jugendstil-Ornat, der von Anton Hofer, einem Schüler der Klasse Kolo Mosers entworfen wurde. Vom elfenbeinernen Abtstab aus dem 14. Jahrhundert, Reliquienschreinen aus Limoges (Frankreich), einem Kelch aus Donaugold bis zur prächtigen Schleiermonstranz, die das Stift zum Jubiläumsjahr 1714 beim führenden Goldschmied Wiens Johann Baptist Känischbauer in Auftrag gab.

Präsentiert wird auch der Markgrafen-Ornat, ein Messgewand, das angeblich aus Teilen der Kleidung des Heiligen Leopold geschaffen wurde (tatsächlich aber erst aus dem 14. Jahrhundert stammt) und von dem sich das niederösterreichische Landeswappen ableitet. Dazu kommen noch weitere liturgische Gewänder aus einer der bedeutendsten Paramentensammlungen Österreichs, die bisher relativ unbeachtet vom Stift beherbergt wird.

Das Prunkstück der Schatzkammer ist die »heilige Krone Österreichs«, der Österreichische Erzherzogshut.

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