Eschensterben – Auwald zur Sicherheit gesperrt

21.12.2016

Eschensterben – Auwald zur Sicherheit gesperrt

Ein österreichweiter Pilzbefall der Esche lässt diese ohne Vorwarnung umfallen. Es besteht akute Lebensgefahr für alle Waldbesucher der Donau-Auwälder in Korneuburg, die ab sofort für die Öffentlichkeit gesperrt sind.

Ohne jede Vorwarnung oder äußeren Grund (z.B. Windangriff) kippen Eschen aller Größen und jeden Alters, teilweise noch belaubt, aus den Wurzeln. Zusätzlich zum seit längerem bekannten Eschensterben aufgrund einer Pilzinfektion faulen die Wurzeln unmittelbar am Stamm ab, sodass der Baum jeglichen Halt verliert und plötzlich umfällt. Die Ursachen sind zurzeit noch nicht bekannt, jedoch erhofft man sich aus den bereits eingeleiteten Untersuchungen des Bundesamtes für Wald relevante Erkenntnisse zu baumrettenden Maßnahmen.

„Es ist eine Naturkatastrophe und wir stehen dieser machtlos gegenüber. Es tut mir im Herzen weh, die schönsten Bäume fallen plötzlich um. Wir kommen mit den forstlichen Arbeiten nicht nach. “, stellt Nikodemus Colloredo-Mannsfeld, Guts- und Forstdirektion Sierndorf, bedauernd fest.

Das Absterben der Baumart Esche, in der Donau-Au Korneuburg, hat bereits ein für den Menschen gefahrbringendes Ausmaß und Tempo erreicht. Aufgrund der daraus resultierenden Dringlichkeit hat die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg eine offizielle Aufforderung zur Entfernung des Eschenbaumbestandes an die Waldbesitzer gesendet. Die Donau-Au Waldbesitzer, dazu zählt auch der Forstbetrieb des Stiftes Klosterneuburg, sind angehalten, ihre Eschen zuerst entlang von Wegen und dann auch im Wald selbst umzuschneiden und danach das Holz aus dem Wald zu entfernen.

Für den in den Auwäldern erholungssuchenden Menschen besteht durch die umstürzenden Eschen unmittelbare Lebensgefahr.

„Im Interesse der Sicherheit haben wir die betroffenen Waldflächen in der Donau-Au Korneuburg bis auf weiteres gesperrt, der Eschen Baumbestand wird bereits entfernt“, so Hubertus Kimmel, Forstleiter Stift Klosterneuburg. „Am Waldrand bzw. Waldweg der gesperrten Forstreviere sind entsprechende Warn-Hinweistafeln aufgestellt, die es unbedingt ernst zu nehmen gilt“.

 

 

Foto 1:   Hinweistafel „Waldsperre“ mit unerlaubten Spaziergänger
Foto 2:   Forstarbeiter entfernt umgestürzte Esche vom Forstweg
Foto 3:   DI Hubertus Kimmel, Forstleiter Stift Klosterneuburg
Foto: Copyright Stift Klosterneuburg, Abdruck honorarfrei.

 

Walter Hanzmann
Stift Klosterneuburg – Pressesprecher
T: +43 2243 411-182, M: +43 676 / 447 90 67
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Das Stift Klosterneuburg wurde 1114 gegründet und 1133 den Augustiner Chorherren übergeben, um ein religiöses, soziales und kulturelles Zentrum zu bilden. Das Stift ist heute ein wichtiges kulturtouristisches Ziel, eine religiöse und soziale Institution und ein bedeutender Wirtschaftsbetrieb. Es besitzt unter anderem das älteste und eines der renommiertesten Weingüter Österreichs. – www.stift-klosterneuburg.at

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