Glaube
STIFT KLOSTERNEUBURG
Die Entstehung des Stiftes Klosterneuburg geht auf Markgraf Leopold III. zurück, der 1113 seine Residenz nach Klosterneuburg verlegte und im Jahr darauf in Erfüllung eines Gelübdes (Die Schleierlegende) das Stift gründete.
1133 berief der Babenbergerfürst die Augustiner Chorherren nach Klosterneuburg, die über Jahrhunderte das Stift zu einem Zentrum des religiösen Lebens, der Kultur und Wissenschaft ausbauten. In seinem Geist und nach der Ordensregel des heiligen Augustinus arbeiten und wirken die Chorherren Klosterneuburgs auch heute noch.
Die Schleierlegende
Von der Gründung des Stiftes berichtet die sogenannte Schleierlegende, die das erste Mal im 14. Jhdt. niedergeschrieben wurde. Der Stiftsgründer Leopold III. aus dem Geschlecht der Babenberger und seine Frau Agnes, eine Tochter Heinrichs IV., standen an ihrem Hochzeitstag 1106 auf dem Söller ihrer Burg auf dem heutigen Leopoldsberg. Plötzlich kam ein heftiger Windstoß und riss Agnes den Brautschleier vom Kopf. Der Schleier, ein feines Gewebe aus Byzanz, der heute in der Schatzkammer aufbewahrt wird, flog über die Hänge des Leopoldsberges davon. Leopold kniete nieder und schwor, an der Stelle, wo er den Schleier wieder finden werde, ein Kloster zu gründen. Erst neun Jahre später kam Leopold auf der Jagd auf das Gelände des heutigen Stiftes. Plötzlich schlugen die Hunde im Gebüsch an. Auf einem weiß blühenden Holunderstrauch hing der unversehrte weiße Schleier, darüber erschien, nach einer späteren Ausschmückung der Legende, Maria mit dem Kind.



