Pius Parsch Institut


Neuer Leiter des Pius-Parsch-Instituts

Der Klosterneuburger Chorherr Andreas Redtenbacher wurde zum neuen Vorstand des "Pius-Parsch-Instituts für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie" in Klosterneuburg bestellt.

Nach dem Tod von Norbert Höslinger, der von 1957 bis 2011 das "Volksliturgische Apostolat", das seit 1969 "Pius Parsch-Institut" heißt, leitete, wurde mit 21. Oktober 2011 Andreas Redtenbacher CanReg zum neuen Vorstand des "Pius-Parsch-Instituts für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie" in Klosterneuburg bestellt.

Redtenbacher promovierte an der Universität Gregoriana in Rom und ist Professor für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Vallendar. Er gibt seit 2004 die Reihe der "Pius Parsch Studien. Quellen und Forschungen zur Liturgischen Bewegung" mit bisher neun Bänden heraus. Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit dem Klosterneuburger Propst Bernhard Backovsky CanReg die "Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft", deren Präsident er ist. 2011 wurde er zum Mitglied der "Europäischen Akademie für die Wissenschaften und Künste" ernannt.

Pionier im liturgischen Bereich

1950 gründete Pius Parsch das "Klosterneuburger Bibelapostolat", das billige Bibelausgaben und Einführungen in die Heilige Schrift herausbrachte. Parsch war es auch, der in der kleinen Gemeinde St. Gertrud in Klosterneuburg die liturgische Erneuerung in der katholischen Kirche bereits vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil pflegte, so wandte er den Altar dem Volk zu und begann, das Latein durch die Muttersprache in der Liturgie zu ersetzen.

Erste Aufgaben

Redtenbacher kündigt in einer Aussendung an, dass "zu den ersten und drängenden Aufgaben der neuen Institutsleitung die Aufarbeitung, archivarische Sicherstellung und liturgiewissenschaftliche Auswertung des persönlichen Archivs von Pius Parsch sowie des Archivs des einst weltbekannten 'Volksliturgischen Apostolates Klosterneuburg' zählen."

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Pius Parsch und die Kirchenreform des 20. Jhdts.

Nach dem Ersten Weltkrieg gewann Klosterneuburg eine neue Bedeutung als religiöses Zentrum. Der Klosterneuburger Chorherr Pius Parsch wollte dem katholischen Volk Liturgie und Bibel verständlich nahe bringen und rief eine Bewegung ins Leben, die von Klosterneuburg aus die ganze Welt ergriff und schließlich in der Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils ihren Niederschlag fand. Die kleine Kapelle St. Gertrud, ursprünglich als Spitalskapelle des Stiftsspitals erbaut, war der Ausgangspunkt der Erneuerung. Hier entwickelte Pius Parsch neue und sinnvolle Formen des Gottesdienstes in deutscher Sprache. Seine zahlreichen Kleinschriften waren weit verbreitet, seine Bücher wurden in die wichtigsten Sprachen übersetzt: „Das Jahr des Heiles“, „Messerklärung“, „Volkliturgie“ und „Die Liturgische Predigt“ sind die bekanntesten Titel.

1950 gründete Pius Parsch das „Klosterneuburger Bibelapostolat“, das billige Bibelausgaben und Einführungen in die Heilige Schrift herausbrachte. Die „Volksliturgische Bewegung“ und das Klosterneuburger Bibelwerk haben den Namen Klosterneuburg in der ganzen Welt bekannt gemacht.

Die liturgische Erneuerung in der katholischen Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist ohne die Volksliturgische Gemeinde von St. Gertrud nicht denkbar, war es denn auch Pius Parsch, der nicht nur den Altar dem Volk zuwandte, sondern der auch begann, das Latein durch die Muttersprache in der Liturgie zu ersetzen.

Die Pionierleistungen eines Pius Parsch auf dem Gebiet der Bibelarbeit und Bibelpastoral leben heute noch im modernen Stil weiter im Österreichischen Katholischen Bibelwerk, das seinen Sitz in Klosterneuburg hat. (3400 Klosterneuburg, Stiftsplatz 8.)

Pius Parsch-Institut, Stiftsplatz 8, 3400 Klosterneuburg
Tel.: +43(0)2243-411-111, 131 und 132, Fax: +43(0)2243-411-275,
E-Mail: pius.parsch@stift-klosterneuburg.at