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Stift Klosterneuburg präsentiert Maßnahmenpaket

10.11.2018

Stift Klosterneuburg präsentiert Maßnahmenpaket

Stift Klosterneuburg präsentiert Maßnahmenpaket. Aufarbeitung eines Missbrauchsfalls aus 1993 zeigt strukturelle Schwächen auf.

Klosterneuburg / Im Laufe des Sommers 2017 wurde das Stift Klosterneuburg mit dem Umstand konfrontiert, dass es im Zusammenhang mit einem Fall sexuellen Missbrauchs durch einen Kleriker des Stiftes aus dem Jahr 1993 auch zu möglichem Fehlverhalten des Stiftes bzw. einzelner Verantwortungsträger des Stiftes gekommen sein könnte. Aufgrund der erhobenen Vorwürfe hat der Kapitelrat des Stiftes Klosterneuburg eine umfangreiche Aufarbeitung dieses konkreten Falles durch externe Fachleute veranlasst, sowie eine unabhängige Expertengruppe um entsprechende Empfehlungen ersucht. In seinem Erkenntnis- und Maßnahmenbericht kommt das Stift Klosterneuburg nunmehr zu dem Schluss, dass – obwohl keine Beweise für bewusstes und zielgerichtetes Fehlverhalten des Stiftes oder einzelner seiner Verantwortungsträger identifiziert werden konnten –wohl strukturelle Schwächen im Aufnahmeverfahren, in der Personalentwicklung sowie in der Prävention und des Opferschutzes den gegenständlichen Anlassfall begünstigt haben könnten.
Der Propst des Stiftes Klosterneuburg, Bernhard Backovsky, hat die Fertigstellung des Berichtes zum Anlass genommen, sich in einem persönlichen Gespräch mit dem Opfer des Jahres 1993 für die moralische Schuld, die das Stift allenfalls zu verantworten hat, zu entschuldigen. „Uns als Priestergemeinschaft ist es in hohem Maße bewusst, dass wir sowohl für Strukturen, wie auch für den Geist und das Selbstverständnis Verantwortung tragen, in denen priesterliches Engagement und Seelsorge erfolgen. Wir bedauern den Fall aus 1993 außerordentlich und hoffen mit den nun definierten Maßnahmen geeignete Schritte zu setzen, ähnliche Vorfälle bestmöglich zu verhindern beziehungsweise sollte es dennoch dazu kommen, den Betroffenen bestmöglich zu helfen“, erklärt Bernhard Backovsky, Propst des Stifts Klosterneuburg.
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse und der Empfehlungen der Expertengruppe hat der Kapitelrat des Stiftes Klosterneuburg folgende Maßnahmen beschlossen und das Plenarkapitel, die Vollversammlung aller Mitglieder der Stiftsgemeinschaft, darüber in Kenntnis gesetzt:
1. Installierung eines Präventionsbeauftragten
2. Benennung einer Meldestelle für Verdachtsfälle
3. Ausarbeitung eines Konzeptes zur Personalentwicklung und Überarbeitung des Aufnahmeprozesses
4. Erarbeitung von regelmäßigen, verpflichtenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
Das Maßnahmenpaket wird nun Schritt für Schritt umgesetzt.

Anbei der gesamte Bericht.

Walter Hanzmann
Stift Klosterneuburg – Pressesprecher
T: +43 2243 411-182, M: +43 676 / 447 90 67
E: presse@stift-klosterneuburg.at

Michaela Hebein
Expertengruppe – Pressestelle
T: +43 1 23 50 422-70, M: +43 664 4225 107
E: mh@danielkapp.at

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