Um für die zunehmende Trockenheit in den Donau-Auen eine Lösung zu finden, laufen intensive Gespräche zwischen der Stadt Klosterneuburg, dem Stift Klosterneuburg sowie Experten des Verbunds. Das im Mai behördlich verhängte Badeverbot für den Altarm des Strandbads ist eine Auswirkung der anhaltenden Wasserknappheit.
Wasserknappheit in der Klosterneuburger Au: Maßnahmen-Bündel erforderlich
17.06.2026Wasserknappheit in der Klosterneuburger Au: Maßnahmen-Bündel erforderlich
Um für die zunehmende Trockenheit in den Donau-Auen eine Lösung zu finden, laufen intensive Gespräche zwischen der Stadt Klosterneuburg, dem Stift Klosterneuburg sowie Experten des Verbunds. Das im Mai behördlich verhängte Badeverbot für den Altarm des Strandbads ist eine Auswirkung der anhaltenden Wasserknappheit.
Die zunehmende Wasserknappheit in der Au ist eine Problematik, die aufgrund ihrer Komplexität und ihres Umfangs von Stadt, Stift, Verbund und viadonau gemeinsam gelöst werden muss. Schon im März fand eine Begehung mit Vertretern des Verbunds, des Stifts sowie der Stadtgemeinde Klosterneuburg im gesamten, betroffenen Gebiet statt. Laut Experten kann mit Einzelmaßnahmen in diesem für die Stadt sehr wichtigen und sensiblen Gebiet nichts erreicht werden.
In den Donau-Auen zeigt sich der Niederschlagsmangel eindrücklich, kommt kaum Wasser aufgrund des niedrigen Wasserpegels der Donau in den Durchstich und damit auch nicht ins Augebiet. Dies hat unmittelbare Folgen auf die Natur und die Gewässer. Ein äußerst niederschlagsarmer Winter, wenig Regen im Frühjahr und viel zu hohe Temperaturen im Mai führten zu Bedingungen, die eine Massenentwicklung und dadurch ein Freisetzen von Cyanobakterientoxinen grundsätzlich begünstigen. Mitte Mai führte dies zu einem behördlichen Badeverbot im Altarm des Klosterneuburger Strandbads. Eine Kontrolluntersuchung wurde unverzüglich in Auftrag gegeben, bis zum Vorliegen der Ergebnisse bleibt das Badeverbot im Altarm aufrecht.
In einem weiteren Termin sollen die nächsten Schritte besprochen werden. Gemeinsam wollen Stadt und Stift mit dem Verbund und der viadonau als wichtige Partner ein größeres Projekt mit den entsprechenden Empfehlungen von Expertenseite zur Umsetzung bringen. Die entsprechenden Maßnahmen und die damit verbundenen Kosten sowie Finanzierungen sind derzeit noch offen.
Bürgermeister Christoph Kaufmann: „Es wird weitere Gespräche mit Stadt, Stift, Verbund und viadonau geben, um nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass wir Lösungen und Vorschläge von Wasserbauexperten und Fließgewässerforschern für die Zukunft der Au bekommen.“ Auch wenn sich viele Bewohner nun eine rasche Lösung des komplexen Problems wünschten, werde es ein „umfassendes Bündel an Maßnahmen für das gesamte Gebiet benötigen, damit das Ökosystem wieder langfristig funktioniert“, so der Bürgermeister.
Andreas Gahleitner, Wirtschaftsdirektor des Stiftes Klosterneuburg: „Das Gewässersystem in der Au ist äußerst komplex. Gerade deshalb ist es wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, die Situation gemeinsam analysieren und auf Grundlage fachlicher Expertise die bestmöglichen nachhaltigen Entscheidungen für die Zukunft treffen.“ Hubertus Kimmel, Forstleiter des Stiftes ergänzt: „Wir begrüßen jede Maßnahme, die eine Dotierung der Au mit Wasser ermöglicht. Grundsätzlich ist die Au ein dynamisches System, in dem nach Hochwässern die Verlandung, aber auch die Entstehung neuer Wasserwege ein natürlicher Prozess ist. Der Auwald selbst kommt damit gut zurecht und ist nicht gefährdet.“
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Foto „Begehung Wasserknappheit Au1“ © Stadt KlosterneuburgBegehung mit Bürgermeister Christoph Kaufmann (3.v.r.), Hubertus Kimmel, Betriebsleiter Forst vom Stift Klosterneuburg (2.v.r.), Baudirektor Peter Neubauer (r.) und Experten des Verbunds.
Foto „Begehung Wasserknappheit Au2“ © Stadt Klosterneuburg