Das Pilotprojekt von Caritas und Erzdiözese Wien verbindet Gottesdienst, soziale Hilfe, Kultur und Stadtentwicklung. Für Propst Anton Höslinger ist es ein innovatives Projekt, das jede Unterstützung verdient.
Stift Klosterneuburg unterstützt Caritas Sozial- und Begegnungszentrum „Kirchenschiff“ in Wien
10.04.2026Stift Klosterneuburg unterstützt Caritas Sozial- und Begegnungszentrum „Kirchenschiff“ in Wien
Das Pilotprojekt von Caritas und Erzdiözese Wien verbindet Gottesdienst, soziale Hilfe, Kultur und Stadtentwicklung. Für Propst Anton Höslinger ist es ein innovatives Projekt, das jede Unterstützung verdient.
Mit dem Sozial- und Begegnungszentrum „Kirchenschiff“ in Wien-Margareten wurde am Donnerstag ein österreichweites Pilotprojekt eröffnet, das auch durch die finanzielle Unterstützung des Stift Klosterneuburg ermöglicht wurde. Gemeinsam mit der Caritas und der Erzdiözese Wien entstand ein innovativer Ort, der Gottesdienst, soziale Hilfe, Kultur und Stadtentwicklung miteinander verbindet. Die denkmalgeschützte Pfarrkirche „Auferstehung Christi“ wird nach umfassenden Umbauarbeiten seit November 2025 auf rund 1.100 Quadratmetern als Gotteshaus sowie als offenes Sozial- und Begegnungszentrum genutzt.
Anton Höslinger, Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg, erklärte: „Das Kirchenschiff ist ein innovatives Projekt, das Räume öffnet und mit den Menschen in Kontakt tritt. Wir alle können hier lernen, wie man neue Schritte der Zusammenarbeit geht.“ Andreas Gahleitner, Wirtschaftsdirektor des Stiftes, ergänzt: „Wir unterstützen das Kirchenschiff auf drei Jahre finanziell, weil uns Integrationsprojekte, die auch den Fokus auf die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen legen, ein besonderes Herzensanliegen sind.“
Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl bezeichnete das „Kirchenschiff“ als ein „Flaggschiff und Pionierprojekt“ für Kirche und Caritas. Es sei ein „offenes Sozial- und Begegnungszentrum für die Stadt“, das den sakralen Charakter bewahre und zugleich „zu einem Ort der konkreten Nächstenliebe“ weiterentwickelt werde.
Für Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat das Projekt ebenfalls Vorbildcharakter: Das „Kirchenschiff“ zeige „sehr konkret, wie wir in Wien mit knappen Flächen in einer wachsenden Stadt umgehen können“. Auch Caritas-Botschafterin Doris Schmidauer unterstrich die besondere Qualität des Projekts. Die Kirche bleibe ein spiritueller Ort und öffne sich zugleich für Menschen, „die sonst nicht den Weg hineinfinden würden“. Das „Kirchenschiff“ sei ein Ort der Begegnung, für Hilfsangebote und für Rückzug.
Caritas-Direktor Klaus Schwertner betonte den inhaltlichen Anspruch: Ziel sei es, kirchliche Angebote und Caritas-Projekte in einem dicht bebauten Stadtgebiet zu bündeln und neue Formen der Nutzung kirchlicher Räume zu erproben. Das „Kirchenschiff“ sei dabei „Hafen und Anlegestelle“ für die Nachbarschaft sowie „für alle, die Hilfe und Unterstützung brauchen, und für jene, die Stille und Spiritualität suchen“.