Die stiftliche Kunstsammlung beherbergt über 100 seiner Arbeiten. Virants Kunst ist ein sichtbares Zeugnis gelebter Spiritualität, würdigt Propst Anton Höslinger das Schaffen.
Stift Klosterneuburg betrauert den Tod des Künstlers Alfred Virant (1941–2025)
13.08.2025Das Stift Klosterneuburg nimmt mit großer Betroffenheit Abschied von Alfred Virant, der am 5. August 2025 im Alter von 84 Jahren in Wien verstorben ist. Mit ihm verliert die österreichische Kunstszene einen herausragenden Künstler, der über Jahrzehnte hinweg mit seinen Materialassemblagen und Collagen von sakraler Thematik bleibende Akzente setzte.
Virants Werk ist dem Stift Klosterneuburg in besonderer Weise verbunden: Mehr als hundert seiner Arbeiten befinden sich in der stiftlichen Sammlung, ergänzt um fünf Gemälde seiner Ehefrau, der Künstlerin Aino Virant. Diese umfangreiche Präsenz spiegelt nicht nur die Wertschätzung seines Schaffens, sondern auch die thematische Nähe zu den geistlichen Inhalten wider, die Virant in seiner Kunst eindrucksvoll zum Ausdruck brachte.
„Alfred Virants Kunst öffnet Türen zum Geheimnis des Glaubens. In seinen Werken verbinden sich Glaube und Hoffnung zu einer Bildsprache, die den Betrachter ins Gebet führen kann und die zugleich zeitlos und zutiefst persönlich ist. Seine Kunst bleibt ein sichtbares Zeugnis gelebter Spiritualität“, würdigt Propst Anton Höslinger das Schaffen des Künstlers.
Aktuell sind vier seiner Arbeiten in der Ausstellung „Gott und Geld“ im Stift Klosterneuburg zu sehen. Sie zeugen von Virants Fähigkeit, mit ungewöhnlichen Materialien und kraftvoller Symbolsprache tiefgreifende religiöse und gesellschaftliche Fragestellungen zu verbinden.
Das Stift würdigt Alfred Virant als einen Künstler, der mit Sensibilität, Originalität und spiritueller Tiefe bleibende Spuren in der sakralen Moderne hinterlassen hat. Seine Werke werden im Stift weiterhin lebendig bleiben – als Inspiration für Besucherinnen und Besucher und als Teil unseres kulturellen Gedächtnisses.
Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie, insbesondere seiner Frau Aino, sowie allen Freunden und Weggefährten.