Viertes Liturgiewissenschaftliches Symposion Klosterneuburg fand heuer Corona-Virus bedingt „online“ statt – Wissenschafter und Interessierte diskutierten über theologisches Proprium des österreichischen Vertreters der Liturgischen Bewegung.
Viertes Liturgiewissenschaftliches Symposion Klosterneuburg fand heuer Corona-Virus bedingt „online“ statt – Wissenschafter und Interessierte diskutierten über theologisches Proprium des österreichischen Vertreters der Liturgischen Bewegung.
Der Klosterneuburger Augustiner-Chorherr und Liturgiepionier Pius Parsch zieht auch heute – knapp 70 Jahre nach seinem Tod – Menschen in seinen Bann. Das bewies das vierte Liturgiewissenschaftliche Symposion Klosterneuburg des Pius-Parsch-Instituts, das mit 110 Anmeldungen auf außerordentlich großes Interesse aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus stieß. WissenschafterInnen aus dem In- und Ausland erörterten zentrale Themen von Pius Parsch, der als Vor-, aber auch im guten Sinne als theologischer Querdenker bezeichnet wurde.
Auf die bleibende Aktualität des liturgietheologischen Denkens von Pius Parsch (1884-1954) hat Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher CanReg., Direktor des Pius-Parsch- Instituts Klosterneuburg bereits bei der Eröffnung des vierten Liturgiewissenschaftlichen Symposions hingewiesen. Angesichts der „beschleunigten Veränderung der Sozialgestalt der Kirche“ sei es lohnend, in der Geschichte nach „Sinnpotenzialen Ausschau zu halten, die vielleicht noch gar nicht ganz abgeschöpft sind und die wir wieder neu entdecken“ könnten - wie etwa jene, die das Denken von Pius Parsch böte. Eine „Neubefassung und Neubewertung“ Pius Parschs liege zudem nahe angesichts der „liturgiewissenschaftlichen Suchbewegung“ in der Gegenwart, führte Redtenbacher weiter aus, bei der „auch Pius Parsch in den Blick gerät und als Sinnreserve befragt werden kann“ bzw. sollte. Schließlich würde die Corona-Pandemie nicht nur zu innovativen technischen Ansätzen bei der Gottesdienstübertragung zwingen, sondern es müsse dies mit einer permanenten Reflexion auf den „heißen Kern“, die Liturgie selbst, einhergehen.
Bedeutung der Bibel
Dies hat auch der deutsch-italienische Liturgiewissenschaftler und Pius-Parsch-Preisträger (2018) Prof. Dr. Marco Benini in seinem Festvortrag am Dienstag Abend unter dem Titel „Große Entdeckung: Die Bibel ist sakramental.“ aufgezeigt. So hat Parsch eine Wort-Gottestheologie entfaltet, die von einer Sakramentalität des Wortes ausgeht, das nicht nur der Belehrung dient, sondern auch am Menschen wirkt. Lange vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat sich Parsch dafür eingesetzt, die Schriftverkündigung in der Liturgie aufzuwerten. Benini konnte nachweisen, dass sich diese Einsicht in mehreren aktuellen kirchenamtlichen Schreiben – zuletzt auch in der Enzyklika Evangelii gaudium von Papst Franziskus –aufgegriffen wird. Außerdem hätte auch die Forderung Parschs, dass Predigten eine bestimmte Qualität aufweisen müssen, bis heute nicht an Relevanz verloren.
Neue Perspektiven der Parsch-Forschung
In der Rückschau auf die Tagung, die sich nach der „Verortung“ des Liturgie-Pioniers Parsch, seiner „Ekklesiologie“, dem Thema „Die Messe“ und den Einflüssen aus Ost und West auf ihn widmete, konnte der Erfurter Liturgiewissenschafter Prof. Benedikt Kranemann feststellen, dass die Vorträge und Diskussionen zahlreiche „neue Perspektiven auf Pius Parsch und sein Werk aufgezeigt und viele neue Forschungsfragen aufgeworfen hat“. Viele Anliegen von Parsch seien heute aktueller denn je.
Das vierte Liturgiewissenschaftliche Symposion Klosterneuburg stand unter dem Titel „Das liturgische Bewusstsein der Weltkirche geformt“ (Ratzinger): Die Liturgietheologie von Pius Parsch und fand von 22. bis 24. Februar 2021 statt. Die Vorträge und Diskussionen des Symposions werden in der Reihe Pius-Parsch-Studien veröffentlicht. (Infos: www.pius-parsch-institut.at)
Walter Hanzmann
Stift Klosterneuburg – Pressesprecher
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