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Katholische Perspektiven auf Künstliche Intelligenz

25.09.2025

Der renommierte Religionswissenschafter Clemens Cavallin beleuchtete in seinem Vortrag wie Künstliche Intelligenz neue ethische und philosophische Fragen aufwirft.

Die rasanten Entwicklungen neuer Technologien stellt auch die Kirche vor neue Herausforderungen. Auf Einladung von Stiftskämmerer Elias Carr hielt der international renommierte Religionswissenschafter Clemens Cavallin vergangenen Montag im Stift Klosterneuburg einen Vortrag zum Thema „Katholische Perspektiven zur Künstlichen Intelligenz“.

„Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Dialog zwischen Glaube, Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern“, betont Prälat Anton Höslinger. „Die Fragen, die Künstliche Intelligenz aufwirft, betreffen uns alle. Deshalb ist es uns wichtig, Räume zu schaffen, in denen Kirche und Wissenschaft gemeinsam über Chancen und Risiken dieser Technologie nachdenken können“, so der Propst des Stiftes Klosterneuburg.

In seinem Vortrag im Stift Klosterneuburg beleuchtete Cavallin, wie die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz neue ethische und philosophische Fragen aufwirft – und welche Orientierung die katholische Kirche dabei bieten kann. Denn diese Fragen betreffen unser Gottes- und Menschenbild, unsere Beziehung zu Gott.

Auswirkungen auf Menschenwürde

Besonderes Augenmerk legte er auf das Dokument Antiqua et Nova des Vatikans, welches die Spannung zwischen Fortschritt und Tradition thematisiert. Er betonte, dass die Kirche Technologien nicht pauschal ablehne, sondern vielmehr deren Auswirkungen auf Menschenwürde, Gemeinschaft und Schöpfung verantwortungsvoll prüfen müsse.

„Als Abbild Gottes sind wir schöpferisch tätig und haben Maschinen erschaffen, die nun ebenfalls kreativ handeln“, erklärt Cavallin. „Künstliche Intelligenz ist in gewisser Weise ein Kunstwerk – vielleicht sogar das größte, das die Menschheit je hervorgebracht hat.“

Zugleich warnte er vor einer neuen spirituellen Herausforderung: „Viele Menschen suchen heute spirituelle Orientierung bei KI-Systemen, entwickeln emotionale Bindungen und nicht selten auch Abhängigkeiten. Die Kirche muss diese Realität ernst nehmen und mehr bieten, als nur Kritik oder Verurteilung.“

Mit Blick auf die Zukunft betonte Cavallin: „Die katholische Soziallehre steht vor der Aufgabe, diese Herausforderungen durchzudenken, damit sie den Fragen der digitalen Gegenwart und Zukunft gerecht wird.“

Mit dieser Veranstaltung unterstreicht das Stift Klosterneuburg sein Engagement, aktuelle Fragen im Licht des Glaubens und der Tradition zu reflektieren und den Dialog zwischen Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft zu fördern.

Clemens Cavallin

ist Religionswissenschaftler, Theologe und Kulturphilosoph. Der gebürtige Schwede lehrte an verschiedenen skandinavischen Universitäten und ist heute Professor für Theologie, Religion und Philosophie am NLA University College in Bergen, Norwegen.

 

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Foto1: Propst Anton Höslinger Can.Reg., Clemens Cavallin, Kämmerer Elias Carr, Can.Reg.
Foto 2: Clemens Cavallin
Copyright Stift Klosterneuburg, Fotografin: Christina Hiptmayr, Abdruck honorarfrei

Christina Hiptmayr

Pressesprecherin

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+43 2243 411 298 E-Mail

Walter Hanzmann

Pressesprecher

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