Die Werke von Loukas Seroglou, deren Stil er als „Phantastischen Mystizismus“ bezeichnet, sind bis 12. Februar 2026 im Rahmen der Winterausstellung „Die Illusion der Wirklichkeit“ in der Sala-terrena-Galerie des Stiftes Klosterneuburg zu sehen.
Winterausstellung „Die Illusion der Wirklichkeit“
22.12.2025Winterausstellung „Die Illusion der Wirklichkeit“
Die Werke von Loukas Seroglou, deren Stil er als „Phantastischen Mystizismus“ bezeichnet, sind bis 12. Februar 2026 im Rahmen der Winterausstellung „Die Illusion der Wirklichkeit“ in der Sala-terrena-Galerie des Stiftes Klosterneuburg zu sehen.
Der gebürtige Grieche Loukas Seroglou kam 1960 nach Wien, absolvierte hier künstlerische Studien und wurde in Österreich sesshaft. Seit vielen Jahren betätigt er sich als Ikonenmaler. Als solcher entfaltet er zusammen mit seiner Frau Irene Polychroniou-Seroglou eine überaus rege Ausstellungstätigkeit in ganz Österreich. Daneben hat Lukas Seroglou aber auch großformatige Ölbilder geschaffen, vor allem am Beginn seiner Wiener Zeit in den 1960er und 70er Jahren. Hier hat er seinen eigenen Stil entwickelt, den er aufgrund der Thematik als „Phantastischen Mystizismus“ bezeichnet.
Nach langer Pause hat der Künstler diese Malweise wieder aufgegriffen und präsentiert in dieser Ausstellung zu seinem 80. Geburtstag nun Werke aus seiner Jugendzeit und Arbeiten aus den letzten Jahren. Mit seinen Gemälden, die voll von subtiler Symbolik stecken, möchte er die Schnelllebigkeit und Oberflächlichkeit der heutigen Zeit aufzeigen, die ihm tiefes Unbehagen verursacht: „Globalisierung ist der Versuch, einen Einheitsmenschen mit Einheitscharakteristika ohne moralische, ethische, philosophische oder religiöse Bedürfnisse zu bilden, um ihn leichter kontrollieren zu können.“
Die Gemälde Seroglous überwältigen durch den Rausch der Farben und die Vielzahl an Figuren und Symbolen. Vieles in dieser zunächst verstörenden Bildwelt speist sich aus eigenem Erleben und der Suche nach Transzendenz, die den Künstler intensiv beschäftigt. „Die Ahnung, dass wir nicht von dieser Welt sind, sondern aus einer Welt jenseits des Lebens kommen, wurde mir als Fünfjährigem durch den Tod meines Vaters zur Gewissheit“, so Lukas Seroglou. Typisch ist das Gemälde „Pietà“ von 2024. Das Hauptmotiv ist die Schlange der Versuchung, die zugleich die Ursache für das Leid, die Kreuzigung und die Erlösung des Menschen ist. Das Leben gleicht einem Theater, in dem die Menschen im Spiel der Illusion ihre eigene Realität vergessen. Die Affen, das Tier im Menschen, amüsieren sich über seine Unwissenheit. Zwei Affen im Kostüm ganz unten schauen dem Betrachter direkt in die Augen; sie haben mit Schrecken ihren Zustand realisiert und streben nach Erlösung.
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Foto 1: v.l.n.r. Stiftskustos Wolfgang Christian Huber, Professor Ildiko Tarmann,
Irene und Lukas Seroglou, Stiftskämmerer Elias Carr
Foto 2: Loukas Seroglou vor seinem Gemälde „Pietà“
Foto 3: „Baum des Lebens“, Öl auf Leinwand
Copyright Stift Klosterneuburg, Fotograf: Walter Hanzmann, Abdruck honorarfrei