Zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März bündeln der Forstbetrieb des Stiftes und die Stiftsfeuerwehr ihre Kräfte: Ein neues Projekt identifiziert Risikoflächen und entwickelt Maßnahmen gegen Waldbrände.
Tag des Waldes: Stift Klosterneuburg bringt Projekt zur Waldbrand-Prävention auf den Weg
19.03.2026Tag des Waldes: Stift Klosterneuburg bringt Projekt zur Waldbrand-Prävention auf den Weg
Zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März bündeln der Forstbetrieb des Stiftes und die Stiftsfeuerwehr ihre Kräfte: Ein neues Projekt identifiziert Risikoflächen und entwickelt Maßnahmen gegen Waldbrände.
Der Forstbetrieb des Stiftes umfasst rund 9.500 Hektar und erstreckt sich von den Donauauen bis ins Hochgebirge. Diese große räumliche Vielfalt bringt nicht nur eine beeindruckende Artenvielfalt hervor, sondern stellt auch besondere Anforderungen an die nachhaltige Bewirtschaftung. Angesichts der Folgen des Klimawandels mit zunehmender Trockenheit und extremer Wetterereignisse gewinnt der Schutz der Wälder immer mehr an Bedeutung. „Resilienz ist entscheidend – es geht darum, den Wald widerstandsfähig gegen Einflüsse von außen zu machen und ihm das zu geben, was er braucht“, sagt Hubertus Kimmel, Forstleiter des Stiftes Klosterneuburg. Dazu zählen sowohl gezielte Bewirtschaftung als auch Außernutzungsstellungen und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell auf der Waldbrandprävention. In einem gemeinsamen Projekt arbeiten die Forstabteilung und die Betriebsfeuerwehr des Stiftes intensiv daran, Risikoflächen zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Dazu gehören unter anderem verbesserte Alarmierungswege, Beschilderungen sowie gezielte Hinweise zur Sensibilisierung für Waldbesucher:innen.
„Gerade sind wir dabei, jene Flächen zu definieren, die besonders kritisch sind, und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten“, so Kimmel. Auch die Baumarten spielen dabei eine Rolle: Nadelwälder sind grundsätzlich stärker brandgefährdet als Laubwälder, wobei die Mischung der Baumarten und deren Feuchtigkeitsgehalt entscheidend sind.
Gefahren frühzeitig erkennen
Parallel dazu wird an einem umfassenden Präventionskonzept gearbeitet. „Wir erstellen derzeit einen Masterplan zur Waldbrandprävention und Waldbrandbekämpfung unter Einbindung unserer Betriebsfeuerwehr und der Feuerwehren vor Ort“, sagt Bezirksfeuerwehrkurat Pius Feiler Can.Reg. Ziel sei es, Gefahren frühzeitig zu erkennen um im Ernstfall rasch und koordiniert reagieren zu können.
Neben der Gefahrenabwehr bleibt die nachhaltige Nutzung und der Schutz der Natur ein zentrales Anliegen. Der Forstbetrieb ist PEFC-zertifiziert und erfüllt damit strenge ökologische, ökonomische und soziale Standards. Mit seinem Engagement zeigt das Stift Klosterneuburg, wie verantwortungsvolle Forstwirtschaft, Klimaanpassung und Sicherheitsmaßnahmen Hand in Hand gehen können – und wie wichtig es ist, den Wald als Lebensraum und Ressource gleichermaßen zu schützen.