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Verleihung „Pius-Parsch-Preis 2021“ an Lea Lerch

14.12.2021

Der vom Pius-Parsch-Institut für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie und der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg ausgeschriebene Pius-Parsch-Preis wurde von einer internationalen Jury der Liturgiewissenschaftlerin Lea Lerch zuerkannt und im Rahmen des jährlichen Gedenkgottesdienstes, anlässlich des Jahresgedenkens der Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils, durch Prälat Maximilian Fürnsinn am 4. Dezember 2021 verliehen.

Der am 4. Dezember verliehene „Pius-Parsch-Preis 2021“ erinnert an das Wirken des Klosterneuburger Augustiner-Chorherrn Pius Parsch. Welche weitreichenden Impulse für die Feier der Liturgie vom Stift Klosterneuburg ausgegangen sind, erläutert die Liturgiewissenschaftlerin Lea Lerch in ihrer Dissertation mit dem Titel „Liturgie im gesellschaftlichen Umbruch. Romano Guardinis Reformtheologie im historischen Kontext der Weimarer Republik“.

Nach dem Ersten Weltkrieg gewann Klosterneuburg eine neue Bedeutung als religiöses Zentrum. Pius Parsch wollte dem katholischen Volk Liturgie und Bibel verständlich nahebringen und rief eine Bewegung ins Leben, die von Klosterneuburg aus die ganze Welt ergriff und schließlich in der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils ihren Niederschlag fand. Er entwickelte neue und sinnvolle Formen des Gottesdienstes in deutscher Sprache. Die liturgische Erneuerung in der katholischen Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist ohne die Volksliturgische Gemeinde rund um Pius Parsch nicht denkbar. So wandte er u.a. den Altar dem Volk zu und begann Latein durch die Muttersprache in der Liturgie zu ersetzen um so die Menschen aktiv in die Feier der Eucharistie einzubinden.

„Parschs Wirkungsgeschichte ist enorm, wie beispielsweise an der Verwendung der Muttersprache in der Liturgie oder an der Feier der Osternacht deutlich wird“, sagt Lea Lerch in einem Interview mit der Zeitung Der Sonntag. „Zu den wohl interessantesten Impulsen gehört, dass er einen Rückgang der Kirchenbindung wahrnahm. Sein Kriegstagebuch aus dem Ersten Weltkrieg bietet hierzu neue Erkenntnisse.“ Ob es wieder eine neue „Liturgische Bewegung“ braucht? „Die historische Erforschung der Liturgischen Bewegung kann Perspektiven eröffnen, die zu den gegenwärtigen Klärungsprozessen des kirchlichen Selbstverständnisses beitragen können“, sagt Lerch.

Der mit 6.000 Euro dotierte und international renommierte Pius-Parsch-Preis ist die höchstdotierte liturgiewissenschaftliche Auszeichnung im deutschen Sprachraum. Die Stiftungsintention des seit 2009 im Zweijahresrhythmus ausgelobten Preises ist es, Nachwuchswissenschaftler zu fördern, theologische Forschungsthemen im Geist von Pius Parsch voranzutreiben, sowie liturgiewissenschaftliche Exzellenz anzuregen.

Die Liturgiewissenschaftlerin Lea Lerch wurde am 4. Dezember mit dem Pius-Parsch-Preis 2021, im Rahmen einer Video Live-Schaltung ausgezeichnet: www.pius-parsch-institut.at

 

Rückfragen

Walter Hanzmann
Stift Klosterneuburg – Pressesprecher
T: +43 2243 411-182, M: +43 676 / 447 90 67
E: presse@stift-klosterneuburg.at, www.stift-klosterneuburg.at

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