St. Leopold Friedenspreis 2016 an Gregor Sailer

29.09.2016

St. Leopold Friedenspreis 2016 an Gregor Sailer

Der internationale Kunstpreis des Stiftes Klosterneuburg zeichnet Kunstwerke aus, die sich kritisch mit humanen und gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen. Rund 700 Einreichungen bewarben sich um die mit 12.000,- Euro dotierte Auszeichnung, die sich dieses Jahr dem Thema „Die Macht der Gier“ widmet.

Ausgehend von der Bibelstelle „Da sprach Gott zu ihm: „Du Narr! Noch diese Nacht wird dein Leben von dir zurückgefordert. Wem wird dann all das gehören, was du aufgehäuft hast?“ So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist“ (Lukas 12,20).

Höchst beeindruckende Werke vom großformatigen Bild über vielfältige skulpturale Objekte bis hin zur sozialkritischen Fotografie wurden eingereicht. Eine fachkundige 9-köpfige Jury wählte in mehreren Sitzungen aus rund 700 Einsendungen die Sieger.

Gewinner des St. Leopold Friedenspreises, Gregor Sailer, „Mirny“

Der Hauptpreis mit 10.000,- Euro ging an den Tiroler Gregor Sailer  für sein Werk „Mirny“ aus der Serie „Closed Cities“. Das Langzeitprojekt untersucht geschlossene Stadtformen in Algerien, Argentinien, Aserbaidschan, Chile, Katar und Russland. „Ich bewege mich in diesem künstlich geschaffenen, durch Mauern oder die ihn umgebende lebensfeindliche Landschaft hermetisch abgeriegelten urbanen Raum, um seine verborgene Existenz sichtbar zu machen. Es sind Orte der Rohstoffförderung, Militäranlagen, Flüchtlingslager oder aber Gated Communities für Wohlhabende. Diese zeitlich begrenzten urbanen Siedlungsformen repräsentieren auf prägnante Weise die Herausforderungen, denen die Menschheit Anfang des 21. Jahrhunderts ausgesetzt ist: schwindenden Ressourcen, Klimawandel, politischen Konflikten oder dem Bedürfnis nach uneingeschränkter Sicherheit. Die vorliegende Arbeit entstand in der extrem exponierten sibirischen Diamantenstadt Mirny am Polarkreis, welche am Rande des zweitgrößten Tagbaues der Welt entstand. Temperaturen bis -75°C. Permafrost.“, so der Künstler Gregor Sailer über sein Werk.

Je ein Förderpreis von á 1.000,- Euro wurde an die beiden Künstler Frenzy Höhne und Wadim Rakowski vergeben.

Förderpreis 2016 Frenzy Höhne „Auslage“ Förderpreis 2016 Frenzy Höhne „Auslage“ Förderpreis 2016 Frenzy Höhne „Auslage“

Die Moral sowie die Einsatzbereitschaft im Bereich der Nachhaltigkeit der Konsumenten thematisiert Frenzy Höhne mit ihrem Werk „Auslage“.

Förderpreis 2016, Wadim Rakowski

Förderpreis 2016, Wadim Rakowski

Förderpreis 2016, Wadim Rakowski

 

 

 

 

 

Den Durst nach Geld hat den Künstler Wadim Rakowski zur Bildung einer eigenen Währung gebracht. Die Macht und das Geld verfolgen mich – „Ohne uns haben Sie kein Recht auf die Existenz.“


Die Werke sind bis 31. Dezember in der Sala terrena Galerie zu sehen.


 

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