Bachs theologische Deutung der Leidensgeschichte Christi in einer unvergleichlichen musikalischen Dramaturgie.
Matthäus-Passion
14.03.2026Biblische Themen theologisch und musikalisch breit ausgelegt – so lassen sich die Oratorien-Konzerte in der Stiftsbasilika kompakt zusammenfassen. Renommierte Solist:innen und Ensembles fokussieren sich dem Kirchenjahr entsprechend auf unterschiedliche religiöse Thematiken und rücken so die liturgisch prägnanten Zeiten in ein besonderes Licht.
Tickets jetzt kaufen
Sehet – Wen? – den Bräutigam, seht ihn – Wie? – als wie ein Lamm!
Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion gilt als DIE Passion der Barockzeit. Wahrscheinlich ist es eines der größten Werke der Musikgeschichte, jedenfalls der geistlichen Musik. Der monumentale Eröffnungs-Chor, der die beiden Chöre und Orchester dialoghaft in das Passionsgeschehen einführt, packt sofort die Zuhörenden und lenkt das Ohr auf den zentralen Choral „O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet“.
Bach beschäftigte sich als Leipziger Thomaskantor bekanntermaßen ausführlich mit der Komposition von Kantaten. Für jede Karfreitagsliturgie war anstelle einer Kantate die Vertonung der Passionsgeschichte Jesu vorgesehen. Bereits 1724 setzte er mit seiner Johannes-Passion neue Maßstäbe und erschütterte die gläubige Gemeinde mit einer höchst dramatischen musikalischen Ausdeutung des Evangeliums. Nach einigen Jahren, wahrscheinlich zum Karfreitag 1727 (oft auch 1729 angenommen), übertraf Bach sich selbst und seine Johannes-Passion in vielen Bereichen: Die Besetzung wuchs auf doppelten Chor und doppeltes Orchester und führt in gut zweieinhalb Stunden Musik durch das Passionsgeschehen in all seinen aufwühlenden, betrübten und zerknirschten Tiefen.
Nachdem das Werk nach Bachs Tod einen 100-jährigen Schlaf erfahren hatte, weckte Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer großangelegten Aufführung in Berlin das Monument wieder und zog eine große Schar von Nacheifernden mit sich. Seither wird das Werk ununterbrochen von diversen Klangkörpern weltweit aufgeführt oder eingespielt und zahlt zum Standard-Repertoire eines jeden größeren Barockensembles.
Wir freuen uns sehr, dass wir den international gefragten Tenor Daniel Johannsen für die Schlüsselrolle des Evangelisten gewinnen konnten. Peter Krause schreibt über Johannsen: „Das Ensemble der Gesangsolisten wird vom derzeit wohl weltbesten Evangelistentenor, Daniel Johannsen, angeführt.“
Das Freund(t)-Ensemble etabliert sich als professionelles Vokal- und Instrumental-Ensemble für Alte Musik und steht für seine intensiven, sprechenden Interpretationen von Barockmusik. Gemeinsam mit dem erlesenen Solistenensemble führen sie durch einen Abend voller mitreißender Gedanken, aufwühlender Emotionen und beruhigenden Klängen.
Der Dirigent Daniel Freistetter, Leiter der Stiftsmusik Klosterneuburg, ist für seine kontrastreichen, dramatischen und gefühlvollen Interpretationen bekannt und versteht das Musizieren seiner Klangkörper (Chöre, Orchester, Solist:innen) als Verkündigung.
Johann Sebastian BACH (1685–1750): Matthäus-Passion, BWV 244
Termin: Samstag, 14. März 2026, 19 Uhr bis ca. 22.30 Uhr, 1 Pause
Künstler:innen:
Katharina Wegscheider und Eva Dworschak, Sopran
Annely Peebo und Cornelia Sonnleithner, Alt
Daniel Johannsen, Tenor
Matthias Helm und Benjamin Harasko, Bass
Freund(t)-Ensemble, Chor und Orchester
Daniel Freistetter, Dirigent
Ort: Stiftskirche
Tickets:
Kategorie 1: 58€ / 35€ (ermäßigt*)
Kategorie 2: 43€ / 25€ (ermäßigt*)
Kategorie 3 (sichteingeschränkt): 20€ /12€ (ermäßigt*)
Ermäßigungen für Kinder und junge Erwachsene unter 27 sowie Menschen mit Behinderung.
Für Fragen zum Onlineticketing ticketservice@stift-klosterneuburg.at