Wirtschaft im Stift

Das Stift Klosterneuburg erfüllt nicht nur vielfältige religiöse, soziale und kulturelle Aufgaben, sondern ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Niederösterreich. Die Wirtschaftsbetriebe des Stiftes erwirtschaften einen Umsatz von rund EUR 30 Mio. pro Jahr, mindestens 10% des Ertrages werden für soziale Zwecke aufgewendet. Vorausblickendes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften sind Grundprinzipien der Wirtschaftsbetriebe. Die naturnahe und schonende Bewirtschaftung der Wälder und Ackerflächen zählt eben so dazu wie die Gewinnung von Energie aus Biomasse zur CO2-Reduktion.

Das Stift betreibt das älteste und eines der größten Weingüter Österreichs und versorgt mit seinem unterirdischen Biomasse- Heizwerk kommunale Einrichtungen in Klosterneuburg. „Die Wirtschaftsbetriebe bilden die erforderliche Basis für unsere religiösen, sozialen und kulturellen Aufgaben. Ohne ihre erfolgreiche Tätigkeit könnten wir unsere Mission als Stift nicht erfüllen“ fasst Propst Bernhard Backovsky den Stellenwert der Wirtschaftsbetriebe für das Stift Klosterneuburg zusammen. Die rund 50 Mitglieder des Augustiner Chorherrenkonvents sind als Seelsorger, Wissenschafter, Lehrer sowie im Kloster selbst tätig. Die Wirtschaftsbetriebe schaffen die ökonomische Grundlage für ihre Arbeit sowie den Betrieb und die Erhaltung des Stiftes.

Das Management

An der Spitze der Wirtschaftsbetriebe steht der vom Propst des Stiftes ernannte geistliche Kämmerer. Der ihm unterstellte Wirtschaftsdirektor leitet die Betriebe.

– Propst des Stiftes Klosterneuburg: Bernhard Backovsky Can. Reg., Abtprimas und Generalabt
– Kämmerer der Wirtschaftsbetriebe: Dr. Walter Simek Can. Reg.
– Wirtschaftsdirektor: Mag. Andreas Gahleitner

Organigramm des Wirtschaftsbetriebes (pdf)

Die Geschäftsfelder

Land- und Forstwirtschaft

Ältestes Weingut Österreichs mit über 100 Hektar Fläche (Klosterneuburg, Wien, Tattendorf und Gumpoldskirchen). Das Stiftsweingut Klosterneuburg wurde 2009 als erstes Weingut Österreichs als klimaneutral zertifiziert. Anfang März 2010 wurde dem Stift von BIOSA ein Preis für die Erhaltung der biologischen Vielfalt verliehen
Forst mit 8.000 Hektar Fläche, dass sich in drei Reviere Unterteilt (Wald- u. Weinviertel, Wienerwald u. Klosterneuburg, Schneebergland/Wölzer Tauern)
Biolandwirtschaft mit 230 Hektar Fläche (Gut Tuttenhof/Langenzersdorf und Gut Prinzendorf). Unterirdische Biomasse-Heizung für das Stift und kommunale Einrichtungen

Immobilienverwaltung

– Vermietung von rund 700 Wohnungen, Büros und Geschäftslokalen mit einer Gesamtfläche von 87.000 m2 in 73 Gebäuden in Wien und Niederösterreich
– Rund 4.000 Pachtverträge für Liegenschaften im Raum Wien, Klosterneuburg, Korneuburg, Bisamberg, Langenzersdorf und Tattendorf

Kultur , Tourismus & Marketing

– Rund 100.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr – Stiftsmuseum (Kunstsammlungen, Kulturschätze) Stiftsbibliothek, Stiftsarchiv
– Vermietung von Räumlichkeiten
– Betreuung von ca. 5 Hektar Außenanlagen mit Gärten und Orangerie; laufende Veranstaltungen

Betrieb und Erhaltung

Bauabteilung mit sechs Werkstätten
Generalrenovierung des Stiftes seit 1977; Kosten: EUR 1,1 Mio./Jahr (60% Stift, 25% Land Niederösterreich, Rest: Bund, Erzdiözese Wien und Stadt Klosterneuburg)
– Laufender Renovierungsaufwand für 28 Stiftspfarren in Wien, Niederösterreich und Norwegen: EUR 3 Mio./Jahr (ein Drittel Stift, ein Drittel jeweilige Pfarre und ein Drittel Erzdiözese Wien)

Familiengerechte Arbeitswelt verwirklichen

Im   Herbst   2011 starteten die   Wirtschaftsbetriebe   des   Stiftes   Klosterneuburg   das   „audit berufundfamilie“: Mehrere Monate lang hatte eine interne Arbeitsgruppe in einem vom Ministerium für Wirtschaft  und  Familie  angebotenen  Auditierungsprozess  Verbesserungspotential  erhoben und einen   Ziel – und   Maßnahmenplan   erarbeitet.

Es   geht   dabei   um   betriebliche Flexibilität     im     Bereich     Arbeitszeit,     um     Verbesserungen     in     der     Informations- und Kommunikationspolitik,   Personalentwicklung,   Karenz   und   Rückkehr   in   den   Beruf.   Das   Stift Klosterneuburg  versucht  so,  die  Bedürfnisse  seiner  Mitarbeiterinnen  und  Mitarbeiter  zu  achten, damit diese Beruf und Familie in Einklang bringen können

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