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„Die swestern hye ze newburg in dem frawnkloster“

07.06.2022

Wo bis 1568 noch die Klosterneuburger Augustiner-Chorfrauen residierten, fand vom 24.-27. Mai 2022 ein internationaler Workshop statt, der sich dieser heute fast in Vergessenheit geratenen Institution widmete. Organisiert wurde das Treffen, an dem 38 ExpertInnen aus Deutschland, Italien, der Schweiz, Spanien, den USA und aus Österreich teilnahmen, von der Stiftsbibliothek Klosterneuburg in Kooperation mit den Universitäten Düsseldorf und Wien. Finanzielle Unterstützung kam außerdem vom Land Niederösterreich.

Wissenschaftler:innen und Akademiker:innen aus den Fachbereichen Germanistik, Geschichte, Musikwissenschaft, Theologie und Kunstgeschichte beschäftigten sich im Zuge von Vorträgen sowie bei Workshops mit der Geschichte des Klosterneuburger Frauenkonvents, das als Teil eines Doppelklosters vermutlich gleichzeitig mit dem Männerkonvent im 12. Jahrhundert gegründet wurde.

Hierzu wurde direkt am noch vorhandenen Quellenmaterial geforscht – Urkunden, Rechnungen sowie mittelalterliche Handschriften aus Archiv und Bibliothek des Stiftes Klosterneuburg wurden unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet und durch das interdisziplinäre Publikum, mit neuen Forschungsansätzen und -fragen bedacht. Hauptaugenmerk lag dabei auf den Bereichen Germanistik, Geschichte, Liturgie und auf den Rechnungsbüchern, also der Buchhaltung des Konvents. Expert:innen aus verschiedenen Ländern, die bereits zu ähnlichen Institutionen und Beständen arbeiteten, teilten ihr Wissen, wodurch die Tagung maßgeblich zur Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Frauenklöster an sich beitrug. Denn gerade in Österreich ist die Aufarbeitung der Nonnengemeinschaften ein wichtiges Forschungsdesiderat.

Begleitend zum Workshop fand ein öffentlicher Festvortrag im Binderstadl statt, für den Prof. Jeffrey Hamburger, Kunsthistoriker an der Harvard University und großer Kenner der österreichischen Klosterlandschaft des Mittelalters, gewonnen werden konnte. Prof. Hamburger referierte vor zahlreichen Interessierten über die Darstellungen von Rupert von Deutz als Visionär in Handschriften aus Göttweig und Klosterneuburg.

Impuls zur Erforschung der Frauenklöster in Österreich

Das Klosterneuburger Treffen war als Auftakt einer neuen, interdisziplinären Beschäftigung mit dem Augustinerinnen-Stift gedacht, aber auch als Anstoß, die Erforschung der Frauenklöster in Österreich im Allgemeinen in Bewegung zu bringen. Dieses Ansinnen war erfolgreich. Die Forschungsvorhaben wurden präzisiert und gleichzeitig erweitert und vor allem wurde ein Forschungsnetzwerk ausgewiesener Expert:innen etabliert, das die geplanten Einzelprojekte und Dissertationen unterstützen und begleiten wird.

Hinweis: 2024 wird sich eine Ausstellung des Stiftsmuseums Klosterneuburg
dem Augustiner-Chorfrauenstift widmen.

 

Foto:      Prof. Jeffrey Hamburger, Prof. Eva Schlotheuber, Dr. Christina Jackel, Prof. Stephan Müller

Abdruck honorarfrei, Copyright Stift Klosterneuburg

Walter Hanzmann
Stift Klosterneuburg – Pressesprecher
T: +43 2243 411-182, M: +43 676 / 447 90 67
E: presse@stift-klosterneuburg.at

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Walter Hanzmann

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