Liturgiewissenschaftlichen Symposion

3. Liturgiewissenschaftlichen Symposion
02.03.2017 - 04.03.2017

Liturgiewissenschaftlichen Symposion

Die Theologische Fakultät der universitären Hochschule Vallendar und das Pius-Parsch-Institut Klosterneuburg laden ein zum Dritten Liturgiewissenschaftlichen Symposion.

SAKRAMENTALE FEIER UND THEOLOGIA PRIMA

Der Vollzug der Liturgie als Anfang und Mitte der Theologie

Ziel und Thematik des Symposions
Mitte und Kerngeschäft des Lebens christlicher Gemeinden ist und bleibt die Feier der Liturgie. Nach „Sacrosanctum Concilium“, der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils „ist die Liturgie der Höhepunkt (culmen), dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle (fons), aus der all ihre Kraft strömt“ (SC 10). Aus demselben Bewusstsein hat der hl. Benedikt auch klösterlichen Gemeinden ins Stammbuch geschrieben: „Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden“ (RB 43,3).
Unter den vielfältig volatilen Bedingungen der Gegenwart drängt der bleibende Grundauftrag einerseits dazu, mit niederschwelligen und neuen liturgischen Formaten auch über die Ränder des christlichen Kernmilieus für die säkularisierte Gesellschaft gottesdienstlich anschlussfähig zu bleiben.
Zugleich jedoch wird je länger je mehr bewusst, wie sehr christliche Glaubensidentität inmitten der säkularen Welt angewiesen bleibt auf einen spirituell tiefen und theologisch verantworteten Vollzug der sakramental- ursprünglichen Begegnung mit Gott im Kern genuin kirchlicher Liturgie. Auch wenn man der berechtigten Meinung ist, das eine tun ohne das andere lassen zu müssen, zeigen pastoralsoziologische Untersuchungen auf: Gemeinden wachsen und verdunsten nicht, wo sie sich bewusst um den Liturgievollzug aus der authentischen Mitte des Sakramentalen bemühen und von dort her ihr Leben gestalten: Liturgie führt überzeugend dann auch zur Diakonie des Lebens und strahlt „missionarisch“ aus – jenseits aller strategischer Strukturreformen.
Eine solche Praxis setzt voraus, sich heute neu der theologischen Grundlagen der sakramentalen Feier zu vergewissern – eine Herausforderung nicht nur für die Liturgiewissenschaft, sondern auch für die anderen Disziplinen der Theologie.
Wenn der „heiße Kern“ der Liturgie die im Feiervollzug den Menschen verwandelnde Gnade und Selbstgabe Gottes ist, ist sie zugleich seine Offenbarung im Heute dieses Geschehens. Daher steht der gefeierte Glaube im Ursprung auch der theologischen Reflexion dieses Glaubens: Liturgie ist daher „theologia prima“ – westkirchlich schon deutlich im Axiom „lex orandi – lex credendi“, ostkirchlich noch deutlicher im Selbstverständnis der Theologie als entfaltende Fortführung der Doxologie der Liturgie.

Eingeladen sind besonders

• die Vertreter der liturgiewissenschaftlichen Lehrstühle und ihre Mitarbeiter/innen
• die anderen Liturgiewissenschaftler
• interessierte Studierende der Theologie
• die Liturgieverantwortlichen und -referenten der Bistümer
• die Vorsitzenden und Mitglieder von liturgischen Kommissionen und Gremien
• Bischöfe und Ordensobere
• die Pastoralämter und ihre Mitarbeiter/innen
• die Vertreter/innen kirchlicher Bildungseinrichtungen
• Priester, Diakone, Ordenleute
• Gemeinde- und Pastoralreferenten, Pastoralassistent/innen und Religionslehrer/innen
• Mitarbeiter/innen aus den Pfarrgemeinden
• alle Liturgieinteressierten

Anmeldeschluss (Posteingang): Freitag 16. Februar 2018, für Studierende mit Ermäßigungsansuchen Freitag 9. Februar 2018.

>>> Programm, Anmeldeformular

 

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