Dr. Peter Schubert
Pressesprecher
Stiftsplatz 1
3400 Klosterneuburg
0676/447 90 41
verlag@stift-klosterneuburg.at
Pressemappe Weingut
Erstes klimaneutrales Weingut Österreichs
Das Weingut Stift Klosterneuburg erhält als erstes Weingut Österreichs die
Zertifizierung „klimaneutral“.
Schonender Umgang mit den Ressourcen prägte schon immer die Wirtschaftsweise im Weingut Stift Klosterneuburg. Nun ist man noch einen Schritt weiter gegangen: In den letzten 12 Monaten wurden alle Abläufe im gesamten Betrieb im Hinblick auf Ihre Auswirkungen auf das Klima analysiert und optimiert. Nun wurde das älteste Weingut Österreichs vom Klimaschutz-Pionier „ClimatePartner Austria“ als erstes Weingut Österreichs als klimaneutral zertifiziert.
Klimaemissionen minimiert
„Wir nehmen von jeder unserer Flaschen Wein eine Last von etwa 1,75 kg CO2. Das entspricht knapp einem Kubikmeter Gas!“, erläutert Weingutsleiter Wolfgang Hamm die Bedeutung des Schritts. „Unser zentrales Anliegen war es, alle Möglichkeiten auszuschöpfen um die Emissionen unserer Treibhausgase zu minimieren. Wir haben zahlreiche Investitionen in die Energieeffizienz der Produktion getätigt, die Energieversorgung auf erneuerbare Quellen umgestellt, ja selbst unsere Flugreisen in Exportmärkte haben wir auf ein Minimum reduziert. Das brachte eine sehr beachtliche Einsparung gegenüber einem durchschnittlichen europäischen Weingut. Eine Null-Emission ist nicht möglich, den verbleibenden geringen Rest kompensieren wir durch Investitionen in ein Klimaschutzprojekt“, betont Hamm.
Naturnahes Arbeiten reduziert CO2-Ausstoß
Die naturnahe Bewirtschaftungsform des Weinguts Stift Klosterneuburg ergibt große CO2- Einsparungen. Aber „Bio-Weinbau“ bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Bewirtschaftungsform gut für das Klima ist. Wer beispielsweise komplett auf systemische Pflanzenschutzmittel verzichtet, fährt viel öfter mit dem Traktor durch den Weingarten um den Krankheiten Herr zu werden und verursacht so zusätzliche Emissionen. Das Weingut Stift Klosterneuburg geht hier den Weg des Ausgleichs – es nutzt alle Möglichkeiten, um möglichst naturnah zu wirtschaften, hat aber den CO2–Ausstoss gleichfalls im Auge. So ergibt sich auch manch unkonventionelle Lösung, wie beispielsweise die versuchsweise Haltung von Hühnern zwischen den Rebzeilen. Sie lockern den Boden und kümmern sich um die Unkraut-Regulierung.
Bioenergie und Wärmerückgewinnung
Treibhausgase werden eingespart, wo immer es nur möglich ist. Die tiefen, doppelwandigen Keller des Stiftes Klosterneuburg benötigen keine Klimaanlage für die Lagerung des Weines. Auch die Abwärme von Gärung und anderen Prozessen wird genutzt, indem sie in den Energiekreislauf zurückgeführt wird. Ein hauseigenes Biomasse-Kraftwerk sorgt für die gesamte Wärmeenergie und liefert auch Ökostrom ans Netz. Wo möglich, wird auf regionale Lieferanten zurückgegriffen um die Transportwege gering zu halten. Demnächst werden auch die Traktoren auf Biodiesel umgestellt. Hamm bewahrt den Lebenszyklus der eingesetzten Produktionsmittel im Auge: „Der Schutz der Schöpfung beginnt im Kleinen. Nachhaltiges Wirtschaften heißt bei uns auch, nicht alles gleich wegzuschmeißen. Wir investieren z.B. bei unseren Betriebsmitteln in dauerhafte Qualität, die dann auch länger hält. Klimaschutz ist ein permanenter Prozess im Weingut.“
Unverändert hohe Qualität
Im Weingut Stift Klosterneuburg werden Weine gemacht, die zu den besten Österreichs zählen. Die St. Laurent Reserve wurde erst kürzlich im „A la Carte“ Gourmet-Guide 2010 auf das Podest gehoben, die „St. Laurent Große Reserve“ ist aktueller Austrian Wine Challenge- Sorten-Sieger, wie auch schon bei VINARIA. In der Kategorie St. Laurent gewann dieser Wein im Magazin wein.pur ebenfalls Platz eins mit der Bewertung „Weltklasse“. Hamm: „CO2-Neutralität ändert nichts an der ausgezeichneten Qualität unserer Weine. Die noch intensivere Auseinandersetzung mit unseren Produktionsschritten im Weingut im Hinblick auf unser Klima ermöglicht uns ein weitaus sensibleres Arbeiten im Einklang mit der Natur.“
„Von der Wiege bis zum Kunden“
In der Fachwelt gibt es unterschiedliche Ansätze, um den „CO2–Rucksack“ eines Produktes zu berechnen. Das Weingut Stift Klosterneuburg wählte hier einen umfassenden Zugang. Jeder Schritt in der Wein-Werdung wurde erfasst, bewertet und bis zur Übergabe des Produktes an den Kunden berechnet. Geschäftsführer Klaus Reisinger von „ClimatePartner Austria“ betont, dass „nur die vollständige Erfassung aller Emissionsquellen Basis für eine nachvollziehbare Berechnung des CO2- Fußabdrucks ist. Die Zusammenarbeit mit dem Weingut war beispielhaft, man hat gespürt, dass der Klimaschutz allen Beteiligten ein ehrliches Anliegen ist. Diese Zertifizierung ist sicherlich ein Vorzeigeprojekt und Referenz in punkto Genauigkeit der Analyse. Hoffentlich folgen bald weitere Zertifizierungen in der Weinbranche!“
Damit die fortschreitende Erderwärmung mit ihren negativen Auswirkungen in verträglichen Grenzen gehalten werden kann, muss der globale Treibhausgasausstoß begrenzt werden – darauf haben sich die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention vor vielen Jahren geeinigt. Geschieht das nicht, erwartet die Fachwelt großräumige Störungen der Biosphäre, insbesondere des Wasserhaushalts. Der Anstieg der globalen Emissionen muss daher unverzüglich gestoppt werden und bis 2050 weltweit auf unter die Hälfte des heutigen Niveaus sinken. Weingutsleiter Hamm ist überzeugt, dass „eine derartige Reduktion nur dann erreicht werden kann, wenn jeder von uns einen Beitrag dazu leistet.“ Bildmaterial zum Download, Copyright Stöcher, Verwendung für den redaktionellen Gebrauch honorarfrei.


