Pater Sporschill SJ

„Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Diese Weisheit aus der biblischen Tradition motiviert Pater Georg Sporschill zu seinem unermüdlichen Einsatz für Straßen- und Waisenkinder sowie für Not leidende alte Menschen in Osteuropa.  

Georg Sporschills Lebensweg beginnt 1946 in Vorarlberg, wo er in einer Familie mit neun Kindern aufwächst. Nach der Matura studiert er in Innsbruck und Paris Theologie, Pädagogik und Psychologie. Anschließend ist er als Referent für Erwachsenenbildung in der Vorarlberger Landesregierung tätig. Im Alter von dreißig Jahren tritt er in den Jesuitenorden ein und empfängt zwei Jahre später die Priesterweihe.

Jugend- und Sozialarbeit
Als junger Kaplan in Wien-Lainz gründet und begleitet Pater Georg Sporschill viele Jugendgruppen. Ab 1980 gilt sein Engagement strafentlassenen, drogensüchtigen und wohnungslosen Jugendlichen. Er lebt mit ihnen unter einem Dach. Für die Caritas baut er Jugend- und Obdachlosenhäuser auf, er schickt den „Canisibus“ mit Suppe zu den Obdachlosen an den Bahnhöfen und gründet das Wiener Innenstadtlokal „Inigo“, das Langzeitarbeitslosen Arbeit und Selbstbewusstsein gibt.

Die Straßenkinder von Bukarest
1991 geht Pater Georg Sporschill im Auftrag seines Ordens zu den Straßenkindern von Bukarest. Was als Einsatz für sechs Monate gedacht ist, wird zur Lebensaufgabe. Zusammen mit Ruth Zenkert gründet er den Verein CONCORDIA Sozialprojekte und holt Kinder von den Straßen und aus den Kanälen der rumänischen Hauptstadt. Eine ehemalige Kolchose wird in eine „Farm für Kinder“ umgewandelt. Mädchen und Buben finden hier nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch eine Familie und Ausbildung in eigenen Lehrwerkstätten und Berufsschulen.

Helfen, wo die Not am größten ist
„Wir müssen helfen, wo die Not am größten ist.“ Dieses Prinzip führt Pater Georg Sporschill 2004 nach Moldawien, in das ärmste Land Europas. Die „Stadt der Kinder“ für 300 Mädchen und Buben entsteht. Doch auch alte Menschen leiden in Moldawien große Not. Deshalb knüpft CONCORDIA dort ein Netz von Suppenküchen und Sozialzentren, die Bedürftigen eine warme Mahlzeit pro Tag, medizinische Versorgung und einen Ausweg aus der Einsamkeit bieten. 2008 beginnt Pater Georg Sporschill mit der Jugendarbeit in Bulgarien, 2009 wird in Sofia ein Sozialzentrum eröffnet.  

Hoffnungskinder
Pater Georg Sporschill schlägt Brücken zwischen Ost und West sowie zwischen Armut und Reichtum. Die Jugend aus dem reichen Westen fordert er heraus mit der Frage: „Wo werde ich gebraucht?“ Viele Jugendliche kommen als Volontäre in die CONCORDIA Projekte. Sie möchten anderen helfen, profitieren aber oft selbst am meisten von ihrem Einsatz. Und so wandeln sich nicht nur die Straßenkinder, sondern auch die Wohlstandskinder zu Hoffnungskindern.   

Kraftquelle Bibel
Kraft und Hoffnung schöpft Pater Georg Sporschill aus der Bibel. In Wien leitet er seit 1996 eine Bibelschule. Gemeinsam mit drei weiteren Autoren publiziert er jede Woche das BIMAIL, das Worte der Bibel mit den Lebenserfahrungen heutiger Menschen verbindet (zu bestellen unter: bimail@concordia.or.at).


SOZIALES ENGAGEMENT

Das soziale Engagement des Stiftes Klosterneuburg hat eine mehr als 900 Jahre währende Tradition. Markgraf Leopold III., der das Stift 1114 begründete, wurde nicht zuletzt für sein Eintreten für die Schwachen und Hilfsbedürftigen heilig gesprochen. Den Auftrag zum sozialen Handeln hat er dem Stift als Vermächtnis hinterlassen. Mit dem Projekt „Ein Zuhause für Straßenkinder“ unterstützt das Stift Klosterneburg den Verein Concordia von Pater Georg Sporschill SJ.

SPENDENKONTO

Stift Klosterneuburg –
Ein Zuhause für Straßenkinder
RLB NÖ, BLZ 32000
Kto.-Nr.: 11148

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SV 1477