Preisträger 2009
2009 wurde der „St. Leopold Friedenspreis für humanitäres Engagement in der Kunst“ mit zwei Würdigungspreisen und einen Hauptpreis verliehen. Alle drei Auszeichnungen zum The, "Glaube, Liebe, Hoffnung" gingen an Künstlerinnen. Aus der Rede von Generalabt Bernhard Backovsky, Vorsitzender der Jury des Leopold-Friedenspreises: Die Vielfalt der Einsendungen zum heurigen St. Leopold Friedenspreis hat es der Jury nicht leicht gemacht – und auch die Jury es sich nicht leicht gemacht. Es wären viel mehr auszuzeichnen gewesen – aber wir haben nur drei Preise zu vergeben, einen Hauptpreis und zwei Würdigungspreise.
RAMONA SCHNEKENBURGER
Es gibt spektakuläre Werke der Kunst und es gibt leise, schlichte. In der Technik sind sie oft ganz hervorragend, aber weil sie so schlicht sind, fallen sie oft durch den Rost der Anerkennung. Zum Thema Liebe passen aber möglicherweise stille Arbeiten besser. Die Jury war der Meinung, dass ein Werk in hervorragender Manier diese leise, mit viel Glück täglich erlebbare Liebe technisch sehr gut umgesetzt hat. Und die Jury war mit großer Mehrheit der Meinung, dass gerade dieses Werk den Zielen des Preises am besten entspricht: Es ist wieder eine Künstlerin, sie zeigt in ihrem Werk die Caritas, die helfende Liebe zwischen den Generationen.
Der St. Leopold-Friedenspreis 2009 wird für das Werk „Oma mit Kind“ Frau Ramona Schnekenburger verliehen.
Ramona Schnekenburger, geboren 1980 in Villingen-Schwenningen (Deutschland), Arbeit in der Kunstwerkstatt der ASFH in Berlin, Studium Sozialarbeit/Kunsttherapie, seit 2007 Betreuung des offenen Ateliers im art brut center Gugging.
AGNES WINZIG
Drei kleine, abstrakte Silberfiguren, die wie die Jury meint, genau jene Kraft ausstrahlen, die aus diesem Thema hervorgeht: ein Würdigungspreis für Frau Agnes Winzig. Agnes Winzig: 1972 in Salzburg geboren, 1999 Gründung eines eigenen Ateliers, seither auf zahlreichen Ausstellungen vertreten, 2009 Gastvortragende an der Universität Mozarteum, Salzburg; mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter bereits 2008 den Würdigungspreis des St. Leopold Friedenspreises.
EVA WEILER
Begegnungen sind die Vorbedingung für ein Kennenlernen, für ein Verstehen, für eine mögliche Liebe – egal ob es sich um Liebe unter Menschen in Form von Caritas oder von Eros handelt, oder auch um die Liebe zu Gott. Begegnungen können zarte Anfänge sein, aus denen mit einem starken Willen sehr viel wird.
Die Jury hat gefunden, dass zarte Farben mit einer zielsicheren Farbsetzung das Wesen der Begegnung genau richtig ausdrücken und daher Frau Eva Weiler einen Würdigungspreis zuerkannt.
Eva Weiler: 1988 in Rum in Tirol geboren, studiert seit 2007 Kunstgeschichte an der Uni Wien. Eine Reihe von Ausstellungsbeteiligungen, Preisträgerin bei Young at Art (Oberösterreich) 2006.


