Friedrich Piffl - vom Propst zum Erzbischof
Eine herausragende Persönlichkeit prägt am Beginn des 20. Jahrhunderts das Stift: Propst Friedrich Gustav Piffl. 1864 in Böhmen geboren, kommt er 1883 als Novize ins Kloster. Vor seiner Wahl zum Propst saniert er die Güter des Stifts in Ungarn und verbessert dadurch die wirtschaftlichen Verhältnisse. Ab 1907 steht er an der Spitze des Hauses und zeigt sich als Förderer von Wissenschaft und moderner Kunst. Großes soziales Engagement beweist er durch den Bau eines Arbeiterwohnhauses im Jahr 1908.
Nach nur sechsjähriger Amtszeit als Propst wird Pfiffl 1913 zum Erzbischof von Wien ernannt. Dieser Gewinn für die Erzdiözese bedeutet für das Stift den schmerzlichen Verlust einer charismatischen Führungspersönlichkeit.



