Kreuzgang
Im Zuge der im Jahr 2005 in Angriff genommenen Restaurierungsarbeiten wurden auch große Bereiche des Kreuzgangs adaptiert, um die wertvollen Kunstschätze des Mittelalters zeitgemäß zu präsentieren.
Der neue, behindertengerecht gestaltete Zugang zum Kreuzgang führt jetzt über den Seilerkeller und das römische Lapidarium in den gotischen Kreuzgang. Von hier betritt der Besucher das einstige Refektorium, das nun – mit modernster Klimatisierungs- und Sicherheitstechnik ausgestattet – als Präsentationsraum eines einzigartigen Ensembles dient. „Kunstschätze des Mittelalter“ ist der offizielle Name des ehemaligen Speisesaals der Chorherren, und der Raum ist tatsächlich eine Schatzkammer: Einige der kostbarsten mittelalterlichen Kunstwerke des Stiftes wie die Rückseite des Verduner Altars, die berühmte Klosterneuburger Madonna, Holzfiguren aus der erst kürzlich freigelegten gotischen Capella speciosa und einige Fragmente der farbenprächtigen Glasgemälde aus dem Kreuzgang haben hier zusammengefunden.
Zum kostbarsten Objekt sind es allerdings noch ein paar Schritte: Am Brunnenhaus vorbei, in dem der siebenarmige Bronzeleuchter zu sehen ist, den die Mitbegründerin des Stiftes, die Kaisertochter Agnes dem Stift schenkte, gelangt der Besucher in die Leopoldskapelle, in der der Verduner Altar steht – eines der weltweit bedeutendsten Kunstwerke des Mittelalters. Vor dem Eintritt in die Kapelle kann sich der Besucher in einem Medienraum über die Geschichte sowie über den theologischen und kunsthistorischen Hintergrund des Altars informieren. Wer sich noch näher mit dem von Nikolaus von Verdun erschaffenen Meisterwerk beschäftigen möchte, dem sei die Spezialführung „Verduner Altar - Farbe aus dem Feuer“ empfohlen.


