Das Biowärmeprojekt

Auf den Tag genau zwei Jahre nach der Vergabe der Planung an Stararchitekt Heinz Tesar ging die Biowärme Stift Klosterneuburg am 11. September 2003 in Betrieb. Der Bauherr, das Stift Klosterneuburg, leistet seitdem mit seinem unterirdischen und damit technisch besonders aufwändigen Fernwärmewerk einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Umweltsituation, zur „Klimabündnisgemeinde“ und zum Stadtbild.
Die zwei Biomasse-Öfen mit 2,5 und 1,2 Megawatt Leistung ersetzten zahlreiche veraltete bzw. mit fossilen Brennstoffen betriebene Anlagen im Stift, im Freizeitzentrum Happyland, im Spital, im Rathaus und in der Babenberghalle und reduziert damit den CO2-Ausstoß um 97 Prozent. Die beiden Biomasse-Kessel und der Rauchfang entsprechen dem modernsten Stand der Technik.
       
Eine Besonderheit stellt der Rauchfang dar: Nicht nur, dass bei den Filtern technische Neuentwicklungen zum Einsatz kommen, sodass nur noch unsichtbare, flimmernde Luft den kaum sichtbaren Rauchfang verlässt, ist seine unterirdische Bauführung über 80 Meter bis in den ehemaligen Geschirrhof des Stiftes eine technische Besonderheit.
Die Wahl des Standortes vor der sensiblen Stiftsfassade führte zwangsweise zu einer unterirdischen Anlage. Da man eine umfassende Lösung verschiedener Probleme anstrebte, wurden auch eine neue Weinlagerhalle und eine Tiefgarage für 120 PKW und 12 Busse für Besucher in den Bau integriert und ein neuer Besucherzugang geplant.