Die Schatzkammer

Ab 1. Mai 2011
Sommersaison 9.00 – 18.00 Uhr
Wintersaison 10.00 – 17.00 Uhr


Individuelle Tour mit Audioguide. Dauer ca. 60 Min.

 

€ 9,50/Erw. inkl. 4 Stunden kostenfreies Parken und Audioguide.

Presseinformationen zur Schatzkammer

Hier finden JournalistInnen alle Informationen.

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Die Schatzkammer


Ein bewegender Moment

Erstmals in der fast 900 jährigen Geschichte von Stift Klosterneuburg öffnet die bisher verschlossene Schatzkammer ihre Pforten und gibt den Blick auf Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert frei. In den neu geschaffenen Räumlichkeiten von absoluter architektonischer Klarheit erscheinen hunderte Pretiosen nach Jahrhunderten in bestem Licht. Ab 1. Mai 2011 ist die Schatzkammer täglich zu besichtigen.


Der absolute Höhepunkt

Das Prunkstück der Schatzkammer ist die »heilige Krone Österreichs«, der Österreichische Erzherzogshut. Er macht die Klosterneuburger Schatzkammer zu einer der wichtigsten Geschichtsstätten des Landes. Der mit Rubinen, Smaragden, Saphiren und Perlen besetze Hut ruht seit 1616 in der Schatzkammer des Stiftes. Er sollte nach dem Vorbild der »heiligen Kronen« von Ungarn (Stephanskrone) und Böhmen (Wenzelskrone) gleichfalls eine» heilige Krone« und damit absolutes Herrschaftszeichen sein. Wie die beiden anderen ist auch der Erzherzogshut einem Heiligen zugeordnet, nämlich dem Stiftsgründer und Landespatron, dem heiligen Leopold.


Mittelalterliche Schätze

Die Reliquienverehrung ist der Ursprung der großen kirchlichen Schatzkammern. Zwei kostbare Reliquienmonstranzen aus der Zeit um 1425-1440, die zu den absoluten Meisterwerken mittelalterlicher Goldschmiedekunst zählen, bergen eine Kreuzpartikel und einen Dorn von der Dornenkrone Christi. Zu den Gegenständen, die mit dem heiligen Leopold in Verbindung gebracht wurden, zählen die sogenannten Markgrafenstoffe. Diese hielt man Jahrhunderte lang für Reste vom Gewand des Heiligen. Deshalb entnahm man diesem Stoff das Muster für das niederösterreichische Landeswappen.


Atemberaubende Stoffe

Der textile Schatz des Stiftes Klosterneuburg ist einmalig. Er umfasst seltene mittelalterliche Textilien, kostbare gewebte und bestickte Messgewänder. Das Stift Klosterneuburg besitzt vor allem einen außergewöhnlichen Bestand an Messgewändern aus barocken Seidenstoffen. Einige davon zählen zum Besten, was die französische Seidenweberei des frühen 18. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Die Brücke in die Moderne schlägt der berühmte Marienornat von 1910 sowie Kaseln, die Reformtendenzen des 20. Jahrhunderts widerspiegeln.


Der Star der Schatzkammer zieht um (ORF NÖ, 10. 2010)

Der Erzherzogshut und all die anderen Pretiosen der stiftlichen Schatzkammer werden in einem Zwischendepot gelagert, bis sie ihr neues zu Hause beziehen. In den neuen Räumlichkeiten wird gebaut und das historische Ensemble der Schatzkammerschränke wird abgetragen und verlegt. Abtprimas Propst Bernhard Backovsky ist stolz die in vielen Jahren erhaltenen und gepflegten Stücke nun bald jeder und jedem Interessierten präsentieren zu können, "damit sie daran hoffentlich auch Staunen und Freude erfahren können".


Die neue Schatzkammer entsteht (ORF NÖ, 3. 2011)

Die Renovierung der Schatzkammer schreitet schnell voran. Die restaurierten Kunstschätze beziehen ihren Platz in den Vitrinen und auch die Schatzkammerschränke aus dem 17. Jahrhundert wurden wieder aufgebaut.